Die Schweizer Luxusuhrenmanufaktur IWC Schaffhausen hat ein feines Gespür dafür, historische Meilensteine mit zeitgemäßer Dynamik zu verschmelzen. Ein eindrucksvoller Beleg für diese Philosophie ist die Ingenieur-Kollektion, die untrennbar mit der goldenen Ära des Uhrendesigns verbunden ist. Mit der Vorstellung der neuesten Variante der Ingenieur Automatic 35 blickt die Manufaktur im Sommer 2026 auf eine aufsehenerregende Weiterentwicklung ihres kompakten Klassikers. Das charakteristische, geometrische Design der Linie erhält durch eine vollkommen neue, erfrischende Zifferblattfarbe namens „Pool“ eine ungekannte optische Leichtigkeit, die perfekt auf die warme Jahreszeit abgestimmt ist.
Das visionäre Erbe von Gérald Genta im modernen Gewand
Um die Bedeutung der neuen Ingenieur Automatic 35 vollständig zu erfassen, muss man genau ein halbes Jahrhundert zurückblicken. Im Jahr 1976 erschuf der legendäre Genfer Künstler und Uhrendesigner Gérald Genta die bahnbrechende Ingenieur SL mit der Referenz 1832. Mit ihrer radikalen, puristischen Formensprache, der markanten Gehäusegeometrie und dem perfekt integrierten Metallarmband läutete dieser Zeitmesser die Geburt einer völlig neuen Produktkategorie in der Uhrenindustrie ein: der luxuriösen Sportuhr aus Edelstahl. Diese unverwechselbare Designphilosophie hat bis heute nichts von ihrer ungeheuren Strahlkraft verloren und gilt in Sammlerkreisen als absolut zeitlos.
Nachdem IWC Schaffhausen im Jahr 2023 das visionäre Design mit der größeren Ingenieur Automatic 40 erfolgreich wiederbelebte, folgte kurz darauf der nächste logische Meilenstein für Uhrenliebhaber mit schmaleren Handgelenken. Die Einführung der kompakteren Gehäusegröße von 35 Millimetern trug dem weltweiten Trend zu klassischen, ergonomischen Proportionen Rechnung. Die aktuelle Referenz IW324902 führt diese Historie nun konsequent fort, indem sie die historische Essenz des Originals bewahrt, aber durch das überraschende Farbkonzept einen dynamischen Aufbruch in die Moderne wagt.
Ein Zifferblatt wie kühles Wasser: Das neue Design im Fokus
Das unbestrittene optische Zentrum der neuen Ingenieur Automatic 35 ist ihr Zifferblatt in der namensgebenden Farbe „Pool“. Wie Christian Knoop, Creative Director von IWC Schaffhausen, treffend beschreibt, handelt es sich hierbei um einen strahlend frischen Wasserton, der wie geschaffen für den Sommer ist und dem Klassiker ein überraschend lebendiges Gesicht verleiht. Dieses aquatische Farberlebnis wird durch das für die Modellreihe typische „Grid“-Muster perfekt in Szene gesetzt. Das feine Relief aus präzise geprägten Linien und Quadraten sorgt dafür, dass das Zifferblatt das einfallende Licht je nach Blickwinkel unterschiedlich bricht und so eine beeindruckende dreidimensionale Tiefe erzeugt.
Einen edlen, kühlen Kontrast zu diesem lebhaften Hintergrund bilden die rhodinierten Zeiger und die präzise applizierten Indizes. Um sicherzustellen, dass der Zeitmesser auch bei widrigen Lichtverhältnissen oder in der Dunkelheit der Nacht perfekt ablesbar bleibt, sind sowohl die Zeiger als auch die Appliken großzügig mit der bewährten Super-LumiNova-Leuchtmasse ausgefüllt. Umrahmt wird dieses Kunstwerk von der unverkennbaren, markanten Lünette, die historisch korrekt mit fünf funktionalen Schrauben direkt auf dem Gehäusering fixiert ist und der Uhr ihre instrumentenhafte, technische Ästhetik verleiht.
Ergonomie und das faszinierende Lichtspiel des Gehäuses
Neben der reinen Optik stand bei der Entwicklung der 35-Millimeter-Linie vor allem der kompromisslose Tragekomfort im Lastenheft der Konstrukteure. Das Gehäuse und das integrierte Armband sind aus robustem, langlebigem Edelstahl gefertigt, der allen Anforderungen des Alltags mühelos trotzt. Die ausgeklügelte Ergonomie wird maßgeblich durch die Befestigung des Armbands über spezielle Mittelglieder am Gehäuse erreicht. Dadurch schmiegt sich die Uhr auch an zierliche Handgelenke geschmeidig an und garantiert einen komfortablen, sicheren Sitz. Als edler Abschluss dient eine flache und unauffällige Butterfly-Faltschließe.
Die Verarbeitungsqualität der Gehäuseoberflächen bewegt sich auf absolutem Haute-Horlogerie-Niveau und lässt keine Wünsche offen. IWC nutzt hier eine aufwendige Kombination verschiedener Veredelungstechniken, um ein lebendiges Spiel mit dem Licht zu inszenieren. Während die dominierenden Flächen des Gehäuses, der Lünette und die charakteristischen H-Glieder des Armbands mit einem feinen, matten Satinschliff versehen sind, setzen die polierten Kanten und insbesondere die hochglänzenden Mittelglieder des Bandes wirkungsvolle, funkelnde Akzente. Ein diskretes, aber wichtiges Detail für Markenkenner findet sich zudem auf der Krone: Das dort eingeprägte traditionelle „Probus Scafusia“-Emblem untermauert das historische Qualitätsversprechen aus Schaffhausen.
Das mechanische Herz: Das Kaliber 47110 im Deep Dive
Ein Blick durch den transparenten Gehäuseboden aus kratzfestem Saphirglas offenbart, dass die Ingenieur Automatic 35 auch im Inneren höchsten uhrmacherischen Ansprüchen gerecht wird. Hier verrichtet das präzise mechanische Automatikwerk des Kalibers 47110 seinen Dienst. Das Werk arbeitet mit einer zeitgemäßen Frequenz von 28.800 Halbschwingungen pro Stunde, was einer Frequenz von 4 Hertz entspricht, und verfügt über insgesamt 23 gelagerte Steine. Der automatische Aufzug sorgt im Alltag für eine kontinuierliche Energiezufuhr und baut eine solide Gangreserve von 42 Stunden auf, sodass die Uhr auch nach dem Ablegen über Nacht präzise weiterläuft.
Das Kaliber 47110 überzeugt zudem durch nützliche Funktionen wie eine klassische Datumsanzeige auf der Drei-Uhr-Position und eine Zentrumssekunde, die mit einer praktischen Stoppvorrichtung ausgestattet ist. Letztere erlaubt es, die Uhr beim Ziehen der Krone sekundengenau nach einem Zeitsignal einzustellen. Auch die ästhetische Gestaltung des Werks wurde von den Uhrmachern in Schaffhausen nicht vernachlässigt. Die Brücken und Platinen sind aufwendig mit einer feinen Perlage und den traditionellen Genfer Streifen veredelt, während die vergoldete Schwungmasse bei jeder Bewegung des Handgelenks für einen luxuriösen, goldenen Glanzpunkt unter dem Saphirglas sorgt. Dank der durchdachten Gehäusekonstruktion ist die Uhr zudem bis zu einem Druck von 10 bar (100 Meter) wasserdicht und qualifiziert sie somit als echten, sportlichen Allrounder.
Eine Familie wächst: Die 35-Millimeter-Kollektion im Überblick
Mit der Einführung der erfrischenden Variante im Pool-Farbton beweist IWC Schaffhausen eindrucksvoll, wie wandelbar das Genta-Design sein kann. Durch diesen Neuzugang wächst die sorgsam kuratierte 35-Millimeter-Kollektion der Ingenieur auf mittlerweile sechs eigenständige Modelle an, die ein breites Spektrum an Geschmäckern und Stilen abdecken. Mit der neuen Pool-Variante fügt IWC dieser Riege ein extrem unbeschwertes und modernes Statement hinzu, das die klare Architektur der Ingenieur in einem vollkommen neuen, sommerlichen Licht erstrahlen lässt.
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